FAQ

Häufig gestellte Fragen zur Kampagne Ja zu Migration

Diese FAQ dienen als Rahmensetzung der Kampagne und stellen eine Grundlage für die Kommunikation über „Ja zu Migration“ dar. 

Sollten Presseanfragen zur Kampagne eingehen, bitten wir darum, auf die offizielle Mail-Adresse kontakt@ja-zu-migration.de zu verweisen. 

Wir bemühen uns, dieses FAQ regelmäßig zu aktualisieren. Für Rückfragen stehen wir gern jederzeit zur Verfügung.

Stand: 01.10.25

1. Was ist die Zielsetzung der Kampagne „Ja zu Migration“?

Die Kampagne möchte Menschen eine Plattform bieten, die Migration als Bereicherung erleben. Sie zeigt Gesichter, persönliche Aussagen und Geschichten und macht so deutlich, dass Migration längst Teil unseres Alltags ist. Ziel ist es, die positiven Seiten von Vielfalt hervorzuheben, Zusammenhalt zu fördern und zu einer demokratischen Meinungsbildung beizutragen.

2. Wie wird die Kampagne finanziert?

Die Finanzierung erfolgt aus mehreren Quellen. Zum einen erhält die Kampagne kommunale Mittel, unter anderem im Rahmen von Anti-Rassismus-Projekten. Zum anderen unterstützen Spenden von Einzelpersonen und Organisationen die Arbeit ideell und finanziell. Darunter fallen auch Freie Träger der Wohlfahrtspflege, die die Kampagne als unterstützenswert für Ihre Arbeit und ihren Auftrag empfinden. Die Fördergelder und Spenden werden sowohl für Sachkosten als auch für Kosten der Koordination der Kampagne eingesetzt. „Ja zu Migration“ basiert auf etablierten Strukturen des Ehrenamts und wird zu großen Teilen durch ehrenamtliches Engagement getragen.

3. Wer steht hinter der Kampagne?

„Ja zu Migration“ ist eine Initiative aus der ehrenamtlichen Zivilgesellschaft. Sie ist ein partizipatives Projekt und lädt Kölner Organisationen, Unternehmen und Einzelpersonen ein, sich mit ihrer Zeit, ihren Netzwerken und ihren Ressourcen zu beteiligen. Der Verein Mosaik Köln Mülheim e.V.ist Träger der Kampagne und dient als Schnittstelle zwischen den unterschiedlichen Akteuren: AK Politik der Willkommensinitiativen, Kölner Freiwilligen Agentur, Diakonie Köln und Region, Aktion Neue Nachbarn und Seebrücke Köln. Viele Einzelpersonen, ehrenamtlichen Initiativen, Vereine und Organisationen unterstützen die Kampagne zusätzlich. 

4. Wer formuliert die Botschaften auf der Website?

Die Botschaften stammen von Menschen, die sich freiwillig beteiligen. Sie formulieren ihre persönlichen Aussagen selbst. Die Vielfalt der Beiträge zeigt, dass es sich um authentische Stimmen handelt – mal ernst, mal nachdenklich, mal poetisch, mal humorvoll, mal selbstironisch immer individuell. Vorgefertigte Slogans gibt es nicht. Die Statements werden unverändert veröffentlicht, soweit sie respektvoll und im Rahmen der Zielsetzung der Kampagne formuliert sind.

5. Auf welche Informationsquellen verweist der Faktencheck auf der Webseite?

Die Kampagne verweist auf der Webseite auf öffentlich zugängliche und faktenbasierte Informationen. Dabei handelt es sich um etablierte Initiativen, die seit vielen Jahren Materialien für eine sachliche Auseinandersetzung bereitstellen. Die Auswahl der Quellen erfolgt nach Kriterien von Seriosität und Qualität, nicht nach politischer Schlagrichtung.

6. Warum konzentriert sich die Kampagne auf positive Stimmen?

Im Rahmen des Bundestagswahlkampf 2024/2025 bekam der Themenkomplex Migration wieder eine bundesweite mediale Aufmerksamkeit. Diese Aufmerksamkeit, die tendenziell problematisch, diffamierend und stellenweise rassistisch betrachtet wurde, ließ ehrenamtlich Aktive aus dem Bereich der Geflüchtetenhilfe/ Migration/ Integration sehr sprachlos zurück. Die Kampagne entstand aus dem Wunsch heraus, ein positives Bild, persönliche Stimmen und Erfahrungen aus dem Ehrenamt nach außen zu tragen, die Migration als Chance begreifen und ihre persönlichen Erfahrungen und Meinungen kundtun. Die Initiator:innen  wollen daher ein Gegengewicht schaffen: persönliche Erfahrungen und positive Beispiele sichtbar machen, die im täglichen gesellschaftlichen Diskurs sonst leicht untergehen könnten. Aus dem anfangs bestehenden Impuls entwickelte sich die Kampagne, die im Sommer 2025 dann öffentlich gestartet wurde. Durch eine Visualisierung mit persönlichen Aussagen kann der Begriff der Migration eine neue Möglichkeit der öffentlichen Darstellung erhalten und die gesellschaftliche Facettenvielfalt ergänzen. „Ja zu Migration“ versteht sich bewusst als Plattform für Menschen, die Migration positiv erleben.

7. Ist die Kampagne partei-politisch motiviert?

Nein. Die Kampagne steht nicht in Verbindung zu politischen Parteien. „Ja zu Migration“ ist aus einem Zusammenschluss verschiedener zivilgesellschaftlicher Akteur:innen entstanden und agiert unabhängig. Ziel ist es, Perspektiven aus der Mitte der Gesellschaft sichtbar zu machen und so zur demokratischen Meinungsbildung beizutragen. Politische Entscheidungsträger:innen können sich mit diesen Stimmen auseinandersetzen, doch die Initiative schreibt keine Programme vor. Dennoch spiegelt die Kampagne die Haltung der beteiligten Akteur:innen wider: Migration ist kein Problem, sondern ein Teil unserer Gesellschaft. Diese Position speist sich aus langer Erfahrung in Willkommensinitiativen und mit unseren Nachbar:innen mit und ohne internationaler Familiengeschichte.

8. Welche Rolle haben die kirchlichen Trägerschaften?

Die Träger der kirchlichen Wohlfahrtspflege sehen die Kampagne als ein wichtiges Element des  zivilgesellschaftlichen Engagements. Die Kampagnes wird finanziell von ihnen unterstützt, aber nicht maßgeblich von diesen getragen und organisiert. Es besteht immer wieder eine enge Verzahnung zwischen zivilgesellschaftlichen Akteur:innen der Kampagne und Freien Trägern der Wohlfahrtspflege. Diese beinhaltet auch die Unterstützung von Menschen, die sich für das Gemeinwohl engagieren.

9. Wie arbeitet die Kampagne mit der Presse zusammen?

Die Kampagne freut sich über Anfragen von lokalen wie auch bundesweiten Medien und beantwortet diese gerne. Ein offener Austausch mit Journalist:innen ist ausdrücklich erwünscht. Bei Anfragen von bislang unbekannten Medien prüft die Kampagne zunächst, ob die Berichterstattung sachlich und fair angelegt ist. Hintergrund ist die Erfahrung, dass manche Beiträge weniger auf Information als auf die Verstärkung von Vorurteilen abzielen.

Grundsätzlich gilt: Die Organisator:innen setzen auf Transparenz, Dialog und eine respektvolle Zusammenarbeit mit der Presse – auf Augenhöhe und im Interesse einer fairen Debatte, die demokratischen Grundwerten folgt.

10. Welche Reaktionen gab es bisher auf die Kampagne?

Die Kampagne „Ja zu Migration“ ist von Beginn an vor allem auf positive Resonanz gestoßen. Insbesondere die Anzahl der Beteiligungen hat die Erwartungen der Kampagnen-Gruppe weit übertroffen. Bis Ende September gab es bereits eine Vielzahl an Gruppen und Einzelpersonen, welche die Kampagne durch eine Aussage und ein Foto mit Inhalt füllen. Darüber hinaus wurden viele positive, produktive, aber auch Teils kontroverse politische Gespräche im Rahmen von Info-Ständen und Foto-Aktionen geführt. In der lokalen Presse gab es einige kurze Berichte über die Kampagne (KSTA, Kölnische Rundschau, Radio Köln, Dom-Radio).

Neben dieser faktenbasierten Berichterstattung über die Kampagne gibt es allerdings auch eine Reihe von Falschberichterstattungen, Diffamierungen und rassistischen Kommentaren, welche insbesondere nach einem Beitrag einer großen rechtspopulistischen Medienplattform vermehrt aufgekommen sind.

Diese falsche Berichterstattung sowie die darauffolgenden Reaktionen zeigen, dass eine Kampagne wie „Ja zu Migration“ zwingend nötig ist, um Räume der demokratischen Meinungsbildung zu öffnen und rassistischen Narrativen etwas entgegenzustellen.